Ratgeber: Räuchermännchen Erzgebirge

Bratapfel-, Zimt-, Lebkuchen-, Vanille-, Orangen-, Marzipan- und Tannenduft.
Die Weihnachtszeit ist eine geruchsintensive Zeit. Aus der Backstube kommen wunderbare Düfte, die wohlig auf gemütlich, besinnliche Momente einstimmen. Duftkerzen, Öle und Räucherstäbchen runden das Ganze ab. Eine wirklich schöne Möglichkeit z.B. Räucherkerzen abzubrennen, verdanken wir der Erzgebirgischen Volkskunst. So genannte Räuchermännchen, erzgebirgisch „Raachemannel“, sind kleine hölzerne Püppchen. Auf dem unteren Teil der zweiteiligen Holzfigur wird die angezündete Räucherkerze gestellt und die obere ausgehöhlte Hälfte wird darauf gesteckt. So brennt im Inneren die Kerze ab und tritt aus dem Mundloch oder Pfeife des Männchens nach außen.
Räuchermännchen
Unterschiedlichste Ausführungen schmücken die Kunst. Meistens werden die Handwerksberufe der Erzgebirgischen Regionen figürlich gezeigt. Neben Förster, Hausierer werden traditionell vor allem Soldaten und Bergmänner hergestellt. Dies geht auf den Bergbau als hauptsächliche Einnahmequelle der Region zurück.
Heute gibt es sie mittlerweile in vielen Ausführungen. Kleine Wichtel, Feuerwehrmänner, Köche und andere Berufsgruppen, sowie passend zur Weihnachts- und Adventszeit, Nikoläuse. Abgesehen von den figürlichen Darstellungen gibt es auch kleine Häuschen oder Kachelöfen die sich sehr niedlich zur Tischdekoration verwenden lassen.
Nebst der aufwendigen traditionellen Handwerkskunst aus dem Erzgebirge, die meist um die 50 bis 80 Euro pro Figur kostet, gibt es auch schon Männchen für den kleinen Geldbeutel für unter 20 Euro, die dann allerdings keine Unikate sind.